Nu10J.de_Micros unter dem Richtertisch: Abhoer-Protokolle Dezember 003

Odysseus in der Hoehle der Zyklopen

Reportagen zum Berliner Gerichtsprozess gegen Johannes Weinrich <L> .

Die Anklage <L> griff etwas kurz: Nur 5 ereignis_ reiche Tage mit 6 Explosionen.

Sozialnetz entschleiert auf eigenen Ermittlungs-Seiten im Laufe des Jahres

12 Tatorte - von 210. Sichtluke ins "SN-Tribunal" auf Best LinX.

Vorwurf des Staatsanwalts: Teilnahme an Aktivitaten von zepta. Dem Inneren Koordinierungs :Kreis der "Carlos-Organisation" OIR. Amtsname_Ost: "Gruppe Separat" <L> .

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Tag 46 bis 49: Dezember 003

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Der aktuelle Gerichts-Report zum jeweils letzten Verhandlungs-Tag: Click

Next Termin siehe @ Click. Meist Montag oder Mittwoch, 9.30 Uhr, Turmstr. 91, Saal 500

Besucher nehmen den Separat-Aufgang zum Sicherheitstrakt -

Im Eingangs_Portal die Tuer ganz links & klingeln dort. Big Filze, EmptY Pokets!

Tage an denen man sonst zu Hause bleibt & den Keller aufraeumt

* * * Alle <LXe!>.lagern am Ende der Site nochmals in einem Link-Sammellager. OnlY Headlines.

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Tag 46: TGV Lyon ETA? 1.12.003

Heute im Zeugenstand: Inspektor Alain Helfrich. Bis 1987 leitete er die Ermittlungen der Kripo Lyon zur Bombenexplosion vom Sylvesterabend des31.12.1983 im Schnellzug TGV nahe Tain l'Hermitage.

Richter Ehestaedt moechte zuerst wissen ob und welche Bekenner _Anrufe oder _Schreiben als Nachhall zum TGV_Knall eintrafen.

Helfrich referiert aus seinem persoenlichen Bericht: Insgesamt gingen 12 Bekennungen ein. Davon widmeten die Sicherheitsbehorden einer "Organisation des bewaffneten arabischen Kampfes" OBARAK sehr schnell "besondere Aufmerksamkeit".

Akten & einschlaegige Literatur ~ ! : * : ! ~ vermuten unter diesem Markenzeichen das "Nahost- Kommando" bzw. ein regionales "Action _Center" der sog. Carlos-Gruppe OIR <L>.

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CARLOS kommt nicht nach Berlin !

Richter Ehestaedt pilgert gen Paris

Latest News: ~ ! : * : ! ~ Alte Meldung: ~ ! : * : ! ~

Artikel dazu auf MC_5 November & ab 24.12.003:

"Wo Carlos ist, bestimmt er selber"

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Jedenfalls prangte auf dem Briefbogen wie immer der fette schwarze Daumenabdruck des Venezolaners. Er zog dieses Dienstsiegel allen "Stempeln und sonstigem Klimbim, den man immer mit sich herum schleppen muss" entschieden vor.

Freilich verkaufte Ilich Ramirez- Sanchez gelegentlich Blanko- Boegen. "Under my thumb", womit der damit sein Leid klagende Weinrich soviel meinte wie "unter der Hand".

Derlei Souvenierhandel ist in seiner wirtschaftlichen Bedeutung als Triebkraft der OIR- Koordination zepta nicht zu unterschaetzen: Magdalena Kopp berichtet im "Ersatz -Aussage" _Buch des Oliver Schroem <QTW_C> von einem Deal mit dem syrischen Milliardaer Akram Ojjeh ~ ! : * : ! ~ .

Der wollte zwei wild gewordene Beamte des Londoner Finanzamtes beeindrucken, indem er ihnen ein "Carlos_ Zertifikat" mit Prognose baldiger Erschiessung wegen "Auspluenderung der 3. Welt" und imperialistischer Unterdrueckung vorwarf.

Fast haette Ojjeh noch "in Tateinheit mit Verzerrungen des liberalen Kapitalmarktes" hinzu geschrieben, denn den Text konnte sein Bankier auf dem solcher_ art "signierten" Blanko- Formular, das er fuer 4 Millionen Dollar beim Nachbarn erstand free styled intonieren. Ojjehs Fachberater in der Angelegenheit hielt ihn jedoch zu einer "wasserdichten links_ revolutionaeren Begruendung" an.

Da die Millionen bei der OIR nachweislich eintrafen, muss das Papier dem in der Schweiz lebenden Syrer, der dem Bankhaus Genoud ~ ! : * : ! ~ eng verbunden war und der nebenher die gesamten Ruestungs- Einkaeufe Saudi -Arabiens mit Provisionspflastern versah jedenfalls von gewissem Nutzen gewesen sein.

<Die voran gegangenen 5 Absaetze entstammen der Zitat-Datei zur Site "Der Bekennerbrief" <BASTEL-12:003> im Alamut Web Lexikon wo sie im Gleichklang mit "Deathline Hanno Klein" eingebaut sind.>

Es lagen zwar noch "eine Reihe anderer Bekennungen" zur "Serie der Attentate @ France" vor, die Kripo tat sie jedoch als "Phantasieschreiben" ab und ignorierte deren potentielle Verfasser mehr oder weniger. Nahezu dasselbe bekundete am VT_32 bereits sein Kollege, der Zeuge Desessard.

Doch auch die "Carlos_ Spur" verdichtete sich damals nicht soweit, dass z.B. Haftbefehle durch die Schreibstuben der Gerichte rotierten. Ihm selbst liegen bis heute in dieser Richtung keine neuen Erkenntnisse vor. Fuer die Zeit nach 1987 empfiehlt Helfrich vorsichtshalber eine Anfrage auf dem "schnellen Dienstweg" beim Staatsanwalt in Frankreich, da er selbst ab diesem Datum nicht mehr fuer die Sache zustaendig war.

Auf sein Angebot, eine solche Anfrage zu "vermitteln" reagiert der Vorsitzende nicht. Der Zeuge fragt daraufhin ein zweites Mal direkt: "Wuenschen Sie, dass ich den Staatsanwalt nach dem letzten Stand der Ermittlungen frage?".

Ehestaedt reagiert mit dem Satz: "Da koennen wir spaeter noch drueber reden". Verlor dann aber wohl das Interesse am stets etwas unberechenbaren Stand der Vermutungen in der Region.

Helfrich erwaehnt Nachforschungen zu anderen moeglichen Verursachern der Explosion, will aber heute nicht beurteilen, ob sich in deren Verlauf eine heisse Spur heraus kristallisierte.

An den Ermittlungen beteiligten sich die Anti- Terror -Abteilung (6. Direction) zu Paris und der franzoesische Verfassungsschutz (Renseignement Generaux @ Lyon). Eine Behoerde, die sich ueblicherweise vor allem auf die Geheimhaltung ihres eigenen Innenlebens konzentriert.

Auch der franz. Inlands _Geheimdienst DST schaltete sich ein. Er ist vom Wesen her vergleichbar mit dem polizeilichen Staatsschutz der deutschen Kripo.

Von diesen "Fachstellen" stammten jene Hinweise, nach deren Eingang die Carlos _Spur "besondere Aufmerksamkeit" gewann.

Zum Ablauf des Anschlages meldete sich seinerzeit ein Zeuge mit Namen Dablanc. Am Abend des 31.12. 83 beobachtete er auf dem Bahnhof von Marseille einen Mann schwarzer Hautfarbe <"vermutlich nordafrikanischer Herkunft"> dabei, wie dieser mit einem weissen Plastikbeutel das bald darauf zerberstende 3. Abteil des TGV betrat und es ohne die Tuete wieder verliess.

Auf Basis der Angaben dieses Zeugen erstellten die Ermittler ein Phantombild.

<Details @ VT_11: "Zug nach oben" ~ ! : * : ! ~>

Helfrich weiter: Bewegung kam in die Nachforschungen noch einmal als in Bayonnes der Monsieur Talbi festgenommen wurde, dem man Beteiligung an der Entfuehrung eines Basken vorwarf.

Talbi suchte Status _Verbesserung & wertete seine Haftzeit auf indem er zu Protokoll gab, er koenne etwas zu den Bomben in Marseille und Tain l'Hermitage sagen. Helfrich reiste daraufhin mit Kollegen zu mehreren Vernehmungen des Mannes. "Spezielle baskische Kreise" wollten nach dessen Mitteilung mit den Attentaten die Regierung in Paris unter Druck setzen.

Talbi nannte nach gewissen Korrekturen am Speiseplan die Namen von drei Mitgliedern der Fremdenlegion als Tatbeteiligte, machte detaillierte Angaben zu Sprengstoff _Transporten. Einen Monsieur Echalier belastete er dabei schwer.

Zu gerichts_verwertbaren Ergebnissen gelangte die Kripo in der Folge dennoch nicht. Bei Vorlage einer Bildermappe aus dem Umfeld der Talbi -Aussage konnte der Zeuge vom Tatort, Dablanc "seinen" Attentaeter nicht sicher identifizieren.

Lediglich in der Gegen _Ueberstellung durch eine verspiegelte Glaswand erkannte er ihn dann doch - sozusagen im 2. Durchgang. Mit geminderter Beweiskraft insofern, weil ihm die Gesichter nun auch aus der Bildmappe bereits vertrauter waren...

In den Akten findet sich dazu die etwas abweichende Formulierung des Dablanc "von einer gewissen Aehnlichkeit".

Der Beschuldigte seinerseits zog prompt ein Alibi aus der Tasche: Er habe sich zum Zeitpunkt des Anschlages in einer Sozialstation fuer Alkoholiker aufgehalten.

Schoenheitsfehler: Der Leiter dieser Institution trug derlei Behauptungen des unter Verdacht stehenden nicht mit. Vielleicht war er einfach zu oft da... ...

Zur Erhebung einer Anklage kam es in dieser Angelegenheit nie. Saemtliche Akten landeten beim zustaendigen Untersuchungsrichter in Valences der das ganze "mangels Aussicht auf Erfolg" beerdigte.

Im Ergebnisbericht vom September 1987 notiert Helfrich schliesslich wieder die Carlos _Spur auf Platz_1 seiner Hitparade.

Freilich war zwischenzeitlich zur Meinung der "Fachstellen"an Substanz nichts hinzu gekommen. Diese stuetzten ihre "Ueberzeugung" auf einen Drohbrief den Carlos an den Innenminister zu Paris sandte und den bereits "amtsbekannten" Gruppennamen (Organisation des bewaffneten arabischen Kampfes/OBARAK).

Vom Vorsitzenden daraufhin befragt, ob denn nicht die Talbi _Spur wesentlich ergiebiger erscheine, antwortet der Kriminale: "Vielleicht hat Carlos Ilich Ramirez- Sanchez den Talbi beauftragt". Genauere Anhaltspunkte fuer eine solche Verbindung traten allerdings nie in des Zeugen Horizont.

Immerhin nannte eine Frau, die vor diesem Gericht als Opfer der Explosion im Bahnhof St. Charles aussagte Mitglieder der Fremdenlegion, als sie nach Personen befragt wurde die ihr kurz vor dem Knall aufgefallen waren <VT_27 @ VT 23-30>.

Verteidiger Haeusler wundert sich ueber das Fehlen von 69 Seiten in den Ermittlungsunterlagen. Deren Verbleib kennt auch Helfrich nicht. Betont, dass alles bei ihm vorhandene Material zum Untersuchungsrichter wanderte.

Nach der Mittagspause geht Verteidiger Elfferding noch einmal detailliert auf die diversen "Reclaim the Act" _Dokumente ein. Eine Aktennotiz von Helfrich erregt seine Aufmerksamkeit. Dieser verleiht darin der Lehrbuch _Weisheit Ausdruck, dass die "schnellste" Bekennung ein Indiz fuer die Wahrscheinlichkeit von Echtheit sei.

Je spaeter ein Bekenner_Schreiben oder _Anruf eingehe, als desto unwahrscheinlicher muesse die Tatbeteiligung des "Trittbrettfahrers" beurteilt werden. Mitunter loese die erste Claim- Setzung sogar einen Nachahmer_ Run des Papierterrors aus und nicht die Tat selber. Helfrich kann sich an seine zu Protokoll gegebene Ermittlungs_ Philosophie heute nicht mehr erinnern.

Die Verteidigung referiert aus den Akten:

Noch am Abend des Anschlages beansprucht die rechtsextreme franzoesische Gruppe Okzident gleich zweimal die Urheberrechte am akustisch - plastischen Ereignis. Leitsatz: "Wenn die Linke ihre Politik weiter fortsetzt, werden wir erneut zuschlagen".

Im Verlauf des folgenden Tages hagelte es dann regelrecht In_ Besitznahmen von arabischen, islamistischen und rechtsextremen Verfassern.

Das Bekennerschreiben der OBARAK dagegen geht erst am 2. Januar in Berlin und zeitgleich @ Tripoli <Tarabulus, Libanon> bei Agence France Press _AFP ein. Inhaltlich stellt es die Bombardierung des Ortes Baalbek in der libanesischen Bekaa_ Hochebene durch Mirage_ Jets der Pariser Militaer_ Maschine in den Mittelpunkt ~ ! : * : ! ~. Der Tenor: "Nicht nur unsere Kinder werden weinen. Dem Andenken der Maertyrer von Baalbek".

Weitere Angriffe auf Interessen seines Landes sind Helfrich von den Tagen um den 31. 12. 1983 herum "in Frankreich" nicht bekannt.

Verteidiger Elfferding verweist nun auf Aktennotizen, die fuer den Folgetag, den 1.1.84 einen Bombenanschlag auf das franzoesische Kulturinstitut in Tripoli <Tarabulus, Libanon> auflisten. Gibt zu Bedenken, dass sich die "Tatort _unspezifischen" Bekennungen der OBAK moeglicherweise darauf beziehen. Will wissen, warum das in Berlin in Umlauf gebrachte Schreiben herausgehobene Aufmerksamkeit erfuhr waehrend das fast wortgleiche Schreiben aus Tripoli zwar gelistet wurde, aber sonst keine weitere Beachtung zu verdienen schien.

Helfrich kann sich nicht erinnern, warum dies so war. Einen Anruf bei AFP_ Paris, in dem am 2.1.1984 ein Mann im Namen der OBARAK drei Ereignis_ Lieferungenbeansprucht (Marseille, Tain l'Hermitage & Tripoli), kann der Polizist auf hartnaeckiges Nachfragen als eventuelle Trittbrettfahrerei gelten lassen, da auch dieser vom Inhalt her kein "spezifisches Tatwissen" enthielt.

Verwundert stellt der Verteidiger fest, dass in den Akten selbst keinerlei Hinweise auf den Renseignement Generaux auftauchen.

Helfrich hat eine einfache Erklaerung parat: Es sei in Frankreich verboten, Hinweise des RG als solche zu vermerken. Diese duerften nur anonym erscheinen. Gleiches gelte auch fuer Amtshilfen durch den DST. Das Verfahren entspricht in etwa dem was wir aus deutschen Behoerden_ Dossiers bei "mysterioesen Tips" in Form der einleitenden Notiz "Dienstlich wurde bekannt" kennen.

Danach befragt, warum man die Spur zur Gruppe Okzident nicht weiter verfolgte, berichtet Helfrich von Signalen des RG, der eine "gegenwaertige Existenz" des Okzident, zumindest aber die Fortdauer "handlungsfaehiger organisatorischer Strukturen" in Abrede stellte.

In strikter Befolgung dieses Hintergrund _Wissens galt die Spur als erledigt, zuvor geplante weitere Nachforschungen blies die Kripo ab. Womit dem Verein seine Gestalt als Mysterium der Zeitgeschichte erhalten blieb.

Aehnlich erging es dem Islamischen Dschihad, der Neuen Gruppe fuer ein sauberes Marseille und einigen anderen. Weitere Anspruchsteller wie beispielsweise die Kinder Sheik Abdullahs fanden gar nicht erst Eingang in Helfrichs Bericht.

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Tag 47: Talbi: GAL bombs 3.12.003

Inspektor Helfrich die Zweite. In Fortsetzung des VT_46 suchte die Verteidigung in den oft nur noch vagen Erinnerungen des Kriminalbeamten aus Lyon nach Spuren der polizeilichen Arbeit zur 1984 mit der zum Jahreswechsel erfolgten Explosion im Schnellzug TGV.

Da zugleich die gesetzlichen Formvorschriften zu beachten waren, glich die Prozedur zeitweise einer Auffuehrung des klassischen Sisyphus- Dramas. Aber auch andere Polizisten aus dem westlichen Nachbarland vermittelten uns ja in diesem Verfahren bereits nachhaltigen Eindruck von ihrer Eignung zur Besetzung der Hauptrolle in einer grandiosen Opern_ oder Theater_ Inszenierung.

Die "Bedienungsanleitung zum Prozess im deutschen Strafgericht" _StPO schreibt eine Art "Werte_ Hierarchie" von Quellen einer Zeugen -Aussage vor. Die noch vorhandenen unmittelbaren Erinnerungen ans konkrete Geschehen geniessen demnach absoluten Vorrang vor dem Jahre darauf erfolgten "noch_ maligen Durchlesen der Akten" und Einflussnahmen die von der Medien_ Berichterstattung oder gewandelten Auffassungen des Vorgesetzten ausgehen.

Konkret erinnern kann sich Helfrich aus vielerlei Aspekten menschlichen Lebens verstaendlich meist nur noch an die Kaffeepausen zwischen Ermittlungs_ Einsatz und Protokollschreiben. Immerhin hatten die dabei intensivierten Beziehungen noch lange Zeit Bedeutung in seinem Alltag.

Behelfsweise griff das Anwalts_Team zur Verlesung damaliger Zitate des Inspektors aus den Akten. Doch auch hierbei fiel der per Serotonin_ Blitz im Hirn des Zeugen erstrahlende Scheinwerfer lediglich auf die von der damaligen Kollegin bevorzugte Zigarettenmarke.

Muehsam sich an der Leiter aus Akten_ Zitaten hoch _angelnd trat erstmal ein kleines Versaeumnis ans Tageslicht. Beim Kandidaten der parlamentarischen Opposition fuer das Amt des Innenministers waere es sicherlich als "schwer_ gewichtige Panne" Gegenstand von Pressekonferenzen geworden, haette der Mann damals Wind von der Sache bekommen.

Es meldeten sich naemlich zur Bombe im Bahnhof von Marseille 2 Zeugen, die den Attentaeter vermutlich mit eigenen Augen gesehen haben, als er den Sprengsatz im Schliessfach verstaute. Allerdings legte die Polizei denen nie Fotos der in Lyon unter Verdacht geratenen Personen vor.

Zum Ausgleich referiert Weinrichs Verteidigung allerlei Stil_ Blueten aus den Ermittlungs _Akten. Etwa wie die im TGV verletzte Zeugin eine im Zug unter Verdacht geratene Frau als Androgyne beschrieb, deren "unterer Gesichtsteil wie der von Carlos aussieht".

Helfrichs Kommentar: "Wahrscheinlich wurde sie in diese Richtung befragt".

Auch ein Gefangener mit Namen Justat sprach nach den Attentaten in Marseille und Tain l’Hermitage bei Aufsichtsbeamten vor und liess sie an seiner Lebenserfahrung teilhaben.

Zwei Wochen vor den Knallbonbons sprach den Justat demzufolge ein gewisser Patrick Salameh, genannt "der Libanese" in einer geschaeftlichen Angelegenheit an. Die Gefaelligkeit, die Salameh von ihm erwartete bestand im Beschaffen einer groesseren Menge Sprengstoff.

Er war den Behoerden als besonders ehrenwerter Bodensatz der Gesellschaft bekannt: Als Mitglied der Fremdenlegion blickte er auf Polizeiakten von stattlichem Umfang zu seiner Person, die alle mit dem Vorurteil zusammen hingen, ein Mann aus der Legion muesse tiefgreifend in kriminelle Milieus verstrickt sein und habe einen taetowierten Sack unter dem Bett stehen.

Warum in dieser Richtung nicht energischer ermittelt wurde, so dass wenigstens Klarheit in die Grundelemente der Aussage gekommen waere, konnte der Inspektor aus Lyon heute nicht mehr genau sagen.

Den Erfolgsdruck, der 1984 auf Helfrichs Ermittlungen lastete verdeutlicht dagegen der Umstand, dass ein erfahrener Kriminalist wie er in seinen Abschlussbericht hinein schrieb:

Der bereits in unseren Reportagen zum VT_46 & VT_12 vorgestellte Zeuge Dablanc habe den unter Verdacht gesetzten Talbi, der sich ja selbst freiwillig als Zeuge gemeldet hatte, freilich eine Aussage machte, die den Ermittlern nicht recht in den Kram passte "wegen grosser Aehnlichkeit" als den von ihm vermuteten Attentaeter wieder erkannt.

Einen Schwarzen, der aus heutigem Blickwinkel vermutlich lediglich seiner Freundin die vergessene Zahnbuerste hinter her trug.

Liest man sich das tatsaechliche Statement des Dablanc <ein Neger...> von damals durch, findet man darin kein Wort, das in Richtung Talbi auslegbar erscheint.

Der Mann mit der Zahnbuerste im Plastikbeutel tat also wohl gut daran, sich nie bei den Behoerden zu melden. Hoffen wir, dass er aufgrund geringer Sprachkenntnisse des Franzoesischen gar nichts von der beunruhigenden Fahndung nach seiner Person erfuhr....

Zur Motivforschung. Nach Angaben des von Helfrich vernommenen Talbi wollte eine "autonome baskische Bewegung" die Regierung in Paris unter Druck setzen.

Hinter den "autonomen Basken" steckte allerdings bei genauem Ausleuchten der hier ins Rampenlicht tretenden Personen nicht etwa ETA, die Geheimdienstler des DST anhand der mysterioesen "Issawi -Aussage" wiederholt als Supportleistende zur Bombenserie ins Spiel bringen.

Vielmehr handelte es sich zweifelsfrei um Angehoerige der GAL. Einer Organisation, die in Kooperation mit der Guardia Civil und dem Innenminister zu Madrid eine eher unkonventionelle Strategie zur Loesung des "Baskenproblems" verfolgte.

Ihr Standard_ Repertoire bestand im "Auspusten" von in Frankreich lebenden ETA-Aktiven und denen, die sie im Suff mit solchen Personen verwechselten <"Ehre der Polizei">. Die Todesbilanz gerichtlich abgeurteilter "Hits" dieser Tatgemeinschaft liegt im 2_stelligen Bereich.

Zur GAL: ~ **** ~~~ **** ~~~ **** ~~~

Talbi tat sich als GAL-Mitglied hervor und gab als routinierter Doppelagent bereits einen Monat vor der Anschlagserie mehrere muendliche und schriftliche Hinweise an die Polizei in Biarritz:

Vom "Aussendienst der spanischen Anti _Terror- Krieger" seien Attacken mit Bomben gegen einen Bahnhof und den TGV geplant. Als "private" Vergeltung und Provokation, weil Paris festgenommene ETA- Beschuldigte nicht verbindlich genug an Spanien aus_ liefere.

Dabei nannte Talbi auch konkrete Namen. Die Polizei in Biarritz befand dies seinerzeit als "ausserordentlich beunruhigend" und leitete die Information, franzoesische Rechtsextremisten planten zusammen mit spanischen Mitgliedern dieser Todesschwadron (GAL) "wilde Bluttaten" an die "zur Aufnahme solcher Daten geeigneten Stellen" weiter.

Obwohl entsprechende Unterlagen in den von ihm angelegten Akten enthalten sind, will sich Helfrich auf Erinnerungen an seine Kontakte zum "Tarek Mousli der GAL" Talbi so detailliert nicht mehr einlassen.

Mehr als zwei Jahre lang verfolgte die Kripo Lyon ("anfangs ein Team von 5-6, spaeter mit 2-3 Beamten") die "Spur Talbi" recht intensiv. Offenbar mangelte es dem Forschungsdrang jedoch an Support von Seiten der "Ewigen Besserwisser" in den 3-4 gleichfalls mit Supervision der GAL befassten Nachrichtendiensten, die den Eifer der Polizisten als "stoerend und kontraproduktiv" geisselten.

Noch versuchte man, den aufbrechenden Skandal um das Wirken dieser Mordbuben an der Befehlskette des sozialdemokratischen Innenministers zu Madrid unter allerlei Pflaster zu legen.

Nach einer Pause verstaendigen sich die Prozessbeteiligten darauf, dem Zeugen noch einige Fragen zu stellen. Wollen ansonsten demnext die entsprechenden Schriftstuecke verlesen, da der Vorsitzende Richter Ehestaedt sich gegen den "Nebel um die Erinnerung", ein Dauerproblem in diesem Prozess nicht auf Wundermittel verlassen will.

Nun reitet auch die Nebenklage ins Gefecht. Sie vertritt eine Vielzahl von Opfern der Attentate und sucht nach geeigneten Adressen, an die sich im Anschluss ans Urteil hochwertige Schadenersatz_ Klagen richten lassen. Als besonders solvent in solchen Dingen gelten derzeit staatliche Dienststellen: Drahtzieher, Helfer, Agentenfuehrer, Strafvereiteler, Pannen- Retuscheure.

Der "Opferanwalt" will wissen, aufgrund welcher Indizien Inspektor Helfrich und Kollegen davon ausgingen, beide Explosionen seien ein und derselben Organisation zu_ zurechnen. Merkwuerdigerweise ist <ausser Heidi> niemand im Saal ueberrascht , als Helfrich antwortet: "Wegen der Aussage von Talbi!"

Was bedeutet: Der Verdacht der Ermittler vor Ort konzentrierte sich auf die Organisation GAL.

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Tag 48: Kennen Sie Kujau? 10.12.003

Frau Wagner, Schriftsachverstaendige beim BKA, trat an in Fortsetzung ihrer Vernehmung der VT_ 30 & 38.

Ob sie im legendaeren Fall der Hitler _Tagebuecher diese auch als echt befunden haette, wissen wir nicht. Damals taten das saemtliche Gutachter in einem halben Dutzend Staaten. Erst komplizierte Tests auf das Alter des Papieres <immerhin mit der "Originalschrift", also keiner Fotokopie> brachten die Faelschung ans Tageslicht.

Allerdings kam dabei in einem Fach _Gutachten das Sozialnetz vorliegt auch folgendes zur Sprache: Geheimdienste verfuegen ueber sogenannte "Kaelte_ Kammern" die sich die schnellere Verrottung bei extrem tiefen Temperaturen zu Nutze machen und einige Jahre bis Jahrzehnte in den Alterungs_ Spuren manipulieren koennen. Aus diesem Grunde hatte man Kujaus Werk nicht sofort einem derartigen Test unterzogen. Parole: Nutzt eh nix.

Inzwischen beherrschen auch professionelle Ringe des Kunsthandels diese Methode, schleusen ihre nachgemachten Objekte so auf Antik gefrostet als Echt durch die Expertisen.

Kujau ~ goog: **** ~~~ ~ ! : * : ! ~

Heute standen Projektor und eine hinter dem Richtertisch aufgehaengte Leinwand zur Erlaeuterung einiger Schriftvergleiche bereit.

Frau Wagner entwickelte dann anhand verschiedener Dokumente mit Weinrichs angeblicher Handschrift ein etwas verwirrendes Szenario von Buchstaben _Vergleichen. Darunter sogenannte "tatnahe" Aufzeichnungen und Tatort-Skizzen inklusive Bekennerbrief. Verwirrend vor allem deshalb, weil niemand so recht wusste, was da eigentlich womit verglichen wurde und Frau Wagner reichlich Fach _Terminologie benutzte.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Reclaim e ~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~*~

Der Bekennerbrief im Alamut Web Lexikon ~ ! : * : ! ~

Die 100 besten Bekennerbriefe im Einzelnen: ~ ! : * : ! ~

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Da war von Korentschriften, Auf- und Abstrichen, Verschleifungen und aehnlichem mehr die Rede. Auch Anwaelten, denen die dazu entsprechenden Unterlagen vorlagen verstanden nicht immer, wovon die Rede war. Eine zuschauende Schulklasse empfand das Ganze wohl als arg langweilig und verliess nach einer Viertelstunde den Saal.

Bei einer Diskussion in der Pause stellte sich dann heraus, dass in dem erstatteten Gutachten Kopien von Kopien ungarischer Unterlagen miteinander verglichen worden waren. An Originale gelangte der AVH in Budapest nie, die Ursprungskopien sollen "geheimen Wohnungsdurchsuchung" entstammen, zu der "Allvedelmi Hatosag" eine Einladung zuging.

Frau Wagner charakterisierte ihre Ergebnisse als "exemplarische Befunde" die so auch "uebertragbar seien".

Am Rande raeumte sie ein, "Nicht -Originale" seinen problematische Objekte. Schliesslich kam sie in ihrem Gutachten zu dem Ergebnis, dass die untersuchten Handschriften mit "leicht ueberwiegender Wahrscheinlichkeit" Weinrich zu_ zuordnen seien. In der neuen Sprachregelung des BKA verbirgt sich hinter dieser dort haarscharf durchdefinierten Formulierung die unterste Stufe der positiven Wahrscheinlichkeiten.

Verteidigung und Angeklagter zogen die Uebereinstimmung der angewandten Untersuchungs_ Methode mit dem dazu etablierten Standard in der wissenschaftlichen Literatur in Zweifel.

Nun raeumt Frau Wagner ein, dass "der Schriftdruck", also Spuren in den Rillen die das Aufpressen des Schreibwerkzeuges im Papier verursacht eine "bedeutende Rolle" bei der Bewertung einer Schriftprobe spielen und Verfaelschungen ohne Zugriff auf die Originale nicht definitiv auschliessbar sind.

Aus diesem Grunde haben Gerichte Personen, die falsche Fotokopien z.B. beim Sozialamt einreichten meist frei gesprochen: Eben weil in der Hektik auf dem Copy-Apparat mitunter was vertauscht wird oder durcheinander geraten kann.

Bei Kopien, zudem solch schlechter Qualitaet, koennen alle Aussagen immer nur "Tendenzaussagen" seien, die "methodisch nicht abgesichert" sind. Zudem spielt die "Erfahrung" eines Gutachters eine nicht unwesentliche Rolle.

Vgl. hierzu auch "Spuren im Schloss" ~ ! : * : ! ~

In der weiteren Befragung relativierte sich die Wissenschaftlichkeit durch die teilweise beliebige Buchstaben -Auswahl der Gutachterin, "subjektive Momente in der Bewertung" sowie "Plausibilitaeten" und "Interpretationen".

Am deutlichsten wurden solcherart "subjektive Momente", als Weinrich selbst sich zu Wort meldete und Frau Wagner vorhielt, sie habe in einem Schriftstueck "Blow Marseille" und "action" gelesen, waehrend einer ihrer BKA- Kollegen an gleicher Stelle "Blow Marseille" und "election" (Wahl) las.

Die eine Lesart suggeriert einen Taeter_ Eindruck, quasi ein Gestaendnis, die andere einen Analytiker _Vermerk, denn kurz vor dem Attentat in Marseille fanden dort Buergermeisterwahlen statt.

Verteidiger Haeusler widersprach der Verwertbarkeit dieses Gutachtens als Beweis im Verfahren wegen der deutlich gewordenen Zweifel an den Ausgangsbedingungen solcher "Erkenntnisse aus 2. Kopie".

Bleibt die Frage: Wenn etwas nicht gestimmt hat mit den Ungarischen Fotokopien, welche Absichten verfolgte deren Nachrichtendienst Allavédelmi Hatosag bzw. dessen "Lieferanten" und "Bereitleger zum Finden" dann mit der Manipulation? **** ~~~ **** _AVH.

Macht das Sinn?

Handelte der AVH in eigener Befugnis oder im Schlepptau anderer?

Im Auge hatte man damals sicherlich kein westliches Gericht, sondern das DDR- Staatssicherheits_ Ministerium und die entsprechende Behoerde in Prag im Auge. Beiden ging das Werk als ersten zu.

Vom Inhalt der Papiere her ging es wesentlich um den "Muenchner Tango":

Die Explosion beim "Sender Freies Europa" vom 21.2.1981 sowie allerlei trickreiche Versuche der Ungarn, der OIR im gesamten Ostblock parallel das Wasser abzugraben. Allein traute man sich in Budapest nicht recht an die Sache ran.

Damit stehen wir mitten in den Raetseln der RFE-Aktion:

Glaubt man Ungarns Geheimen, dann stand die rumaenische "Securitate" als Auftraggeber hinter dem Anschlag.

Wieder einmal passt hier jedoch die Tat nicht recht zum Auftrag: Es knallte nicht bei der angeblich im Visier stehenden Rumaenien -Abteilung des Senders sondern bei der Tschechischen Redaktion.

Nun entfaltet sich vor unserem Auge ein eigenartiges Geflecht aus Carlos, den Ungarn als Lieferanten des Belastungsmaterials in Richtung Prag & Ostberlin sowie Rumaenien, das einen explizit unabhaengigen aussenpolitischen Kurs fuhr.

Bukarest verfrachtete zum Beispiel aus Moskau kommende Lieferungen von Waffen neuster sowjetischer Produktion postwendend gegen Bares in Richtung CIA. Was die Russen nicht direkt abstellen konnten, weil ihr Einfluss auf Bukarest nicht ausreichte und der KGB den eigenartigen <und durchaus zweigleisigen> Freihandel nicht noch durch burschikose Massregelung voran treiben wollte.

Sollten etwa 3 Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden? Panik in Prag ausbrechen? Denn in diese Richtung fiel logischerweise erstmal einiger Verdacht. In westlichen Quellen der 80er Jahre findet sich nix von der Bukarest- Spur. CIA, BND, KDM & der Generalbundesanwalt gingen von ganz anderen Drahtziehern & Motiven & aus.

Mehr dazu in unserer Beweisdatei Radio Free Europa, deren Umfang bis Januar um einiges bereits vorliegende Material wachsen wird.

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Tag 49: Wo will Carlos hin? 15.12.003

Heute ging es um 2 Themen: Beim Autobomben_ Knall in der Rue Marbeuf am 22.4.82 zu Schaden gekommene Paris_ Besucher & Mysterioese Sicherheitsbedenken die "im Benehmen mit der Bundesregierung" nach anfaenglichem Optimismus einen Auftritt von Carlos Ilich Ramirez- Sanchez vor dem Landgericht Berlin ploetzlich ganz und gar ausschliessen.

Die beiden Franzosen, deren Leben seit dem 22. April 1982 im Schatten der Autobombe verlief erschienen nicht leibhaftig. Also liess Richter Ehestaedt ersatzweise Protokolle ihrer damaligen Vernehmungen vorlesen.

Sie schilderten ihr Erleben der Explosion: Umherfliegende Glassplitter und schwere Verletzungen. Ein weiteres Opfer gab neben seinen leichten Verletzungen zu Protokoll, er sei bis dato noch nicht per Nebenklage am Berliner Landgericht aktiv.

Dies findet die Verteidigung "etwas merkwuerdig", da der Betreffende offiziell durch den medial als "Opferanwalt" inszenierten Nebenklage_ Experten Schulz Vertretung findet. Sollte sich dessen Vollmacht in Luft aufloesen, stehen erhebliche Konsequenzen sowohl fuer Schulz als auch den Prozess im Raume, der dann womoeglich erstmal platzt.

Erneut eine Autopsie - Niederschrift des Gerichtsmediziners:

Einem beim Anschlag auf den Bahnhof St. Charles in Marseille zu Tode gekommenen riss die Wucht der Detonation einen Arm ab, verletzte den Brustkorb schwer. Nach Lage der Dinge ein Hinweis darauf, dass der Mann sich ganz dicht am Kernbereich der Explosion aufhielt.

Dem zweiten Toten verpasste Vater Hein zunext Kopf _Quetschungen. Das Roentgenbild seines Brustkorbes erinnert mehr an sehr Abstrakte Kunstwerke denn ordentlicher Rippenknochen Skelettform. Mit der Durchtrennung des Rueckenmarks geriet er unaufhaltsam in den Strudel des Todes.

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CARLOS kommt nicht nach Berlin !

Richter Ehestaedt pilgert gen Paris

Latest News: ~ ! : * : ! ~ Alte Meldung: ~ ! : * : ! ~

Artikel dazu auf MC_5 November & ab 24.12.003:

"Wo Carlos ist, bestimmt er selber"

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Nach Vertiefung in diesen eher besinnlichen Themenkreis schritt der Vorsitzende zur Verlesung einiger Faxe der Berliner Senatsverwaltung fuer Justiz und des Bundes_ Justizministeriums.

Thema: Die endgueltige Ablehnung der geplanten Reise von Illich Ramirez Sanchez zur Zeugen _Vernehmung in Berlin. Dass "Carlos" nicht nach Berlin kommt, erfuhr Richter Ehestaedt "erst aus der Zeitung". Da funktionierte der Kommunikations_ Kanal anderer Teilnehmer dieser Veranstaltung offenbar besser.

In typisches Amtsdeutsch verschleyert gelangte die Senatsverwaltung "im Benehmen mit der Bundesregierung (...) nach reiflicher Ueberlegung zu der Auffassung", dass die von Frankreich fuer Sanchez geforderten Sicherheits _Standards "nicht zu erfuellen sind".

Sie wissen in Wahrheit also doch ganz genau, was momentan in unseren Breitengraden los ist & noch bevor steht!

Das Bundes_ Justizministerium verzichtete darauf hin "auf eine Vernehmung des Zeugen in Berlin".

Ehestaedt auf Nachfrage der Verteidigung:

Das ist zwar ein Eingriff in die richterliche Unabhaengigkeit. Man empfindet von Seiten der Kammer jedoch keine unmittelbare Veranlassung, darauf in oeffentlich wahrnehmbarer Weise zu reagieren.

Die Verteidigung erlaubte sich die Anmerkung, es koenne wohl kaum nur ein Sicherheits_ Defizit auf den Transportwegen gewesen sein, das bei dieser Entscheidung an hoechster Stelle den Ausschlag gab.

Wenn der Transport per Hubschrauber nicht mehr als "garantierbare Sicherheit" gilt, kann Ramirez doch immerhin mit dem <OIR-Eigenen> Fallschirm ueber Moabit abspringen.

Zum tieferen Grund der Entscheidung ueber den offiziellen Sachverhalt hinaus bleiben Prozess_ Beobachtern derzeit nur Spekulationen.

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Link-SAmmellager:

VT_11: "Zug nach oben" ~ ! : * : ! ~ Genoud ~ ! : * : ! ~

QTW_Carlos-Literatur ~ ! : * : ! ~ Akram Ojjeh ~ ! : * : ! ~

Der Tenor: "Nicht nur unsere Kinder werden weinen. Dem Andenken der Maertyrer von Baalbek ~ ! : * : ! ~."

Zur GAL: ~ **** ~~~ **** ~~~ **** ~~~ <"Ehre der Polizei">

VT_48: "Spuren im Schloss" ~ ! : * : ! ~

Kujau ~ goog: **** ~~~ ~ ! : * : ! ~

VT_49: Allavédelmi Hatosag **** ~~~ **** _AVH

** * * * * * * * * * * * * * ** * * ** * * * * * * * * *

Die voran gegangenen Prozesstermine:

VT: 4-11, VT: 12-22, VT: 23-30, VT: 31-34,

VT: 35, VT: 36-39, VT: 40-41, VT: 42-45,

VT: 46-49, VT: 50-54,

Zu den nach_folgenden Verhandlungen:

Aktuell Letzter Termin

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